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Kreksvorbeugung Quellen Hinweis ist die Uni Heidelberg

 

 

 

Empfehlungen zur Krebsvorbeugung

 

›› Bleiben Sie so schlank wie möglich im Bereich des

normalen Körpergewichts

›› Bewegen Sie sich täglich körperlich für mindestens

30 Minuten am besten im Freien

›› Begrenzen Sie verarbeitete, energiereiche Lebensmittel

– vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke und

Fast Food

›› Essen Sie überwiegend pflanzliche, stärkearme

Lebensmittel (z.B. Vollkornprodukte, Gemüse der

Kreuzblütlerfamilie und Hülsenfrüchte; vermeiden

Sie Weißmehlprodukte, süßes Obst, Kartoffeln und

weißen Reis)

›› Essen Sie wenig rotes Fleisch (z.B. Schwein, Rind,

Lamm, Wild) – vermeiden Sie den Verzehr von

verarbeitetem Fleisch (Wurst, Schinken)

›› Trinken Sie wenig oder gar keinen Alkohol –

rauchen Sie nicht

›› Essen Sie wenig Salz, gesalzene, gepökelte oder

gegrillte, gebratene Nahrungsmittel

›› Decken Sie Ihren Nährstoffbedarf ausschließlich

durch Lebensmittel (nicht durch Nahrungsergänzung

wie Vitamintabletten)

›› Mütter: Säuglinge sollten bis zu einem halben Jahr

gestillt werden, bevor andere Nahrungsmittel

zugegeben werden

›› Krebspatienten: beachten Sie die Empfehlungen zur

Krebsvorbeugung

 

 

 

ID17957_Unternehmenskommunikation/Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
 
herzlichen Dank für Ihr Interesse an unseren experimentellen Daten zu dem Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan, der in Laborversuchen und Mäusen sehr gute Wirkung gegen die besonders  bösartigen Tumorstammzellen des Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt. Diese Daten werden von Studien zu Ernährungsgewohnheiten und Krebsrisiko bei größeren Bevölkerungspopulationen gestützt. Obwohl diese Ergebnisse vielversprechend sind, können sie nicht nahtlos in die klinische Anwendung übertragen werden, sondern müssen zuvor durch gut kontrollierte Studien bei Patienten bestätigt werden. Sie haben jedoch die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob Sie den von uns getesteten Wirkstoff Sulforaphan durch Ernährung  in höherer Menge einnehmen möchten. Anbei finden sich daher Informationen über Sulforaphan-haltige Nahrungsmittel und weitere interessante Fakten.
 
Allgemeine Information zu Sulforaphan:
Seit der Antike kennt man die heilsame Wirkung der Kreuzblütlerpflanzen. Zu diesen zählen Brokkoli und Blumenkohl, sowie sämtliche weiteren Kohlsorten, aber auch Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola, Rettich, Radieschen, Meerrettich, Raps und Senf. Inzwischen hat man die wirksamen Substanzen dieser Pflanzenfamilie isoliert. Es handelt sich um Senfölglykoside von denen mehr als 150 verschiedene bekannt sind und die in unterschiedlichen Mengen in den zahlreichen Vertretern der Kreuzblütlergemüse vorkommen. Diese machen den scharfen (Rettich, Senf) oder bitteren (Kohl) Geschmack dieser Pflanzenfamilie aus. Eines der bekanntesten und am besten untersuchten Senfölglykoside ist das Glukoraphan, das in die aktive Substanz Sulforaphan gespalten wird, welches wir in unseren experimentellen Studien angewendet haben. Sulforaphan gibt es als Reinsubstanz noch nicht als Medikament zu kaufen. Man kann jedoch Sulforaphan über die Ernährung in therapeutisch wirksamen Dosen aufnehmen. In einer Ernährungsstudie bei Patienten mit Prostatakrebs wurde gefunden, dass der häufige Verzehr von Brokkoli oder Blumenkohl (3-5 Portionen in der Woche) bei einigen Patienten die Streuung des Tumors um 50% verringern konnte. In weiteren epidemiologischen Studien wurde die krebsvorbeugende Wirkung von Kohlgemüse nachgewiesen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Sulforaphan und seine Verwandten gegen Entzündungen und Infektionen mit Bakterien und Viren helfen und das Tumorwachstum hemmen. Ebenso zeigen neueste Daten eine positive Beeinflussung der Darmflora durch Blumenkohl und Brokkoli.
 
Kreuzblütlerpflanzen: Brokkoli und Blumenkohl sowie sämtliche weitere Kohlsorten, auch Sauerkraut, Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola, Rettich, Radieschen, Meerrettich, Raps und Senf
 
Sulforaphan gegen Tumorstammzellen:
Wir waren weltweit die Ersten, welche in Laborversuchen und Mäusen zeigen konnten, dass Sulforaphan auch die besonders aggressiven Tumorstammzellen in experimentellen Modellen des Pankreaskarzinoms angreift und diese dadurch für die Chemotherapie empfindlich macht. Nach der Hypothese sind Tumorstammzellen verantwortlich für die Entstehung und Streuung von Krebs. Sie überleben eine herkömmliche Chemo- und Radiotherapie im Gegensatz zu den normalen Tumorzellen die dabei absterben. Häufig wird dadurch die Geschwulst kleiner, aber da die Tumorstammzellen übrig bleiben, kann der Tumor erneut wachsen. Sulforaphan könnte daher die  Tumorstammzellen bei Patienten besser empfänglich für die Chemotherapie machen, wenn dieser Stoff über die Ernährung aufgenommen wird. Inzwischen werden unsere Ergebnisse von anderen Wissenschaftlern bestätigt, die zeigen, dass Sulforaphan auch gegen Tumorstammzellen des Prostatakarzinoms und Brustkrebs wirkt. Dies weist darauf hin, dass Sulforaphan breitgefächert gegen Tumorstammzellen vieler Tumorarten wirken könnte.
 
Welche Sulforaphan-Dosis sich am besten eignet um das Wachstum eines aggressiv wachsenden Bauchspeicheldrüsenkrebs beim Patienten zu hemmen, ist unbekannt.
 
Möglichkeiten Sulforaphan einzunehmen
Rechnet man die wirksame Sulforaphan-Einmaldosis bei Mäusen basierend auf der Körperoberfläche auf eine äquivalente Dosis beim Menschen um, so kommt man auf 0,36 mg Sulforaphan pro kg Körpergewicht - dies entspricht:
 
                           25,2 mg Sulforaphan für einen 70 kg schweren Menschen
 
Diese Dosis wurde nach einer Formel berechnet, die der Tierarzt zur Umrechnung von Medikamentendosen für verschiedene Tierarten basierend auf der Körperoberfläche verwendet. Die erhaltene Zahl von 25 mg Sulforaphan ist etwa Faktor 10 niedriger als eine Dosis, die man direkt vom Körpergewicht der Maus auf den Mensch hoch rechnet. Wir wissen nicht, welche exakte Dosis nun genau richtig für die Therapie von Krebspatienten ist. Epidemiologische Studien weisen jedoch darauf hin, dass eine heilsame Dosis von Sulforaphan und verwandter Stoffe durchaus über die normale Ernährung zugeführt werden kann, in der reichhaltig Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler vorkommt. Am besten ist es dieses Gemüse knackig gedämpft oder kurz in Fett angebraten zu essen, weil dadurch die Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Sulforaphan ist wasserlöslich, d.h., das Kochwasser sollte man nicht wegschütten, sondern daraus eine Soße oder Suppe zubereiten. Mikrowellen zerstören die bioaktiven Inhaltsstoffe. Eine sehr gute Sulforaphan-Quelle können Brokkolisprossen  sein, die je nach Sorte und Wachstumsbedingungen 10- bis 100-mal soviel des Sulforaphanvorläufers Glukoraphan wie ausgewachsener Brokkoli enthalten können. Sie finden Brokkolisprossen im Internet darunter frische Sprossen, Samen, den man selbst keimen kann, aber auch gefriergetrockneten Sprossenschrot oder Extrakten daraus. Anbei finden sich Infos zu gängigen Produkten:  
 
 
 
 
Eigenzucht von Sprossen für Kräuterquark, Salat, aufs Brot
 
Zur Eigenzucht von Sprossen auf der Fensterbank eignen sich am besten mehrstöckige Sprossenschalen, die Sie z.B. im Internet erwerben können und die von vielen Firmen angeboten werden (z.B. Getreidemühlen.de, Zentrum der Gesundheit, Amazon.de, usw.). Bei den genannten Firmen finden Sie auch passendes Saatgut für Sprossen. Sie brauchen sich bei der Sprossenzucht nicht auf Brokkoli zu beschränken. Andere Mitglieder der Kreuzblütler haben ähnlich heilsame Wirkung, z.B. Senf, Radieschen, Rettich, Meerettich, Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola und Kohl. Besonders interessant ist Brokkoletti Samen der  Firma Getreidemühlen.de. Die Samen kommen von einer Brokkoli-Wildform, welche vermutlich besonders viel Sulforaphan produziert.
 
Nebenwirkungen von Brokkolisprossen:
Kohlpflanzen können Blähungen verursachen und Sulforaphan ist eine schwefelhaltige Substanz mit dementsprechenden Begleiterscheinungen bei der Verdauung. Keimlingssprossen enthalten viele Ballaststoffe und könnten daher leicht abführend wirken. Zudem wirkt Sulforaphan indirekt antioxidativ. Bekannte Antioxidantien sind Vitamine und derzeit wird kritisch diskutiert, ob solche Substanzen die Wirkung einer Chemo- und Radiotherapie abschwächen. Klare Daten hierzu gibt es nicht. Wir haben diesen Punkt jedoch an Mäusen getestet und finden keine Abschwächung, sondern eine Verstärkung: verschiedene Zytostatika beseitigen Tumorzellen besser, wenn Sulforaphan gleichzeitig gegeben wird. Dies sind Laborversuche, die vielversprechend sind, aber nicht nahtlos auf die Situation am Patienten übertragen werden können - hierzu ist eine Patientenstudie notwendig.
 
Weitere Forschungsprojekte:
Wir konnten inzwischen nachweisen, dass noch ein weiterer Stoff aus Brokkoli, das Polyphenol Quercetin, ebenfalls gegen pankreatische Tumorstammzellen wirkt und damit die Wirkung von Sulforaphan ergänzt. Quercetin kommt außer in Brokkoli noch in vielen weiteren Obst- und Gemüsesorten vor, darunter Zitrusfrüchte, Äpfel, Zwiebeln, Beeren, Petersilie, Salbei, Trauben, Olivenöl sowie Grüner und schwarzer Tee. Unsere neuesten noch unveröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen, dass Aspirin besser gegen aggressive Tumorzellen des Pankreaskarzinom wirkt als Gemcitabin, wobei die Kombination Aspirin/Gemcitabin am effektivsten ist.  Unsere experimentellen Daten zeigen auch, dass Kortison Tumorzellen des Pankreaskarzinoms schneller wachsen lässt und damit auch beim Patienten kontraproduktiv sein könnte. Kortison wird häufig als Medikament begleitend zu einer Chemotherapie gegeben. Die körpereigenen Kortisonspiegel steigen aber auch bei Dauerstress, z.B. aufgrund von Sorgen, privaten und beruflichen Problemen, zu hoher Belastung, oder bei hohem Kaffeekonsum.
            Neueste experimentelle Daten anderer Forschungsteams zeigen, dass sich noch weitere Pflanzenstoffe gegen Tumorstammzellen in Obst- und Gemüse finden. Entdeckt hat man solche Stoffe bisher in Hülsenfrüchten (Genistein aus Sojabohnen), Curcuma (Curcumin, enthalten z.B. in Curry), Tomaten (Lycopen), Weintrauben, Beeren, Pflaumen und Erdnüssen (Resveratrol, z.B. auch in Rotwein), schwarzem Pfeffer (Piperin), Grünem Tee (EGCG) und Fisch, Eigelb, Lebertran (Vitamin D). Bei Vitamin D ist zu beachten dass nur etwa 10% mit der Nahrung zugeführt werden und die restlichen 90% werden über Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet. Viele Menschen haben einen zu niedrigen Vitamin D3 Spiegel im Blut weil sie zu wenig an die Sonne kommen oder weil bei älteren Menschen die Vitamin D3 Produktion nachlässt. Sicherlich werden sich in nächster Zeit noch mehr Nahrungsinhaltsstoffe mit Wirkung gegen Tumorstammzellen finden, jedoch ist hierzu weitere intensive Forschungsarbeit notwendig.
 
Wichtig zur Aufnahme einer breitgefächerten Wirkstoffmischung gegen Tumorstammzellen ist eine ausgewogene, überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Obst- und Gemüse, gewürzt mit schwarzem Pfeffer und Curcuma, Grünem Tee und rotem Traubensaft, bzw. Rotwein in Maßen. Tägliche Bewegung im Freien für mindestens 30 min ist wichtig um die Vitamin D Speicher zu füllen. Bewegung dient gleichzeitig zur Stressbalance. 

 

Achtung!
Die Samen von Nachtschattengewächsen (z.B. Tomaten, Kartoffeln) dürfen nicht zum Keimen verwendet werden, weil sie giftig sind und giftige Keime hervorbringen

 


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